Das Karikaturmuseum Krems, errichtet nach Plänen des Architekten Gustav Peichl, ist neben der Kunsthalle und weiteren Kunst- und Kulturinstitutionen ein wesentlicher Teil der Kremser Kunstmeile.
Das dreigeschoßige Bauwerk in der Steiner Landstraße wurde für die Nutzung als Karikaturmuseum konzipiert. Es beherbergt im Erdgeschoß zu beiden Seiten des Foyers eine zentrale Ausstellungshalle für Wechselausstellungen, einen weiteren, kleineren Ausstellungsraum und Shop-Räumlichkeiten. Eine verglaste Öffnung in der Decke des Foyers erweitert dieses und schafft einen optischen Bezug zum Obergeschoß. Die an der Stirnseite des Foyers gelegene Rundtreppe erschließt das Obergeschoß, das mit einer als Faltdachkonstruktion ausgeführten Tageslichtdecke - mit teilweise verglasten Dachflächen - ausgestattet ist. Dort befinden sich eine Ausstellungshalle und ein Kabinett für die Dauerpräsentation des Hauses sowie Büroräumlichkeiten. Im Jahr 2003 kam es im Obergeschoß zur Anbindung eines zusätzlichen Ausstellungsraumes im angrenzenden Eybl-Gebäude.
Eine durchgehende Treppenanlage in der links vom Eingang liegenden Gebäudeecke und ein Lift verbinden das unter dem Straßenniveau liegende Untergeschoß (Lagerräume, Haustechnik, Toiletten) mit den beiden anderen Geschoßen des Hauses.
Das äußere Erscheinungsbild der originellen Architektur ist geprägt von einer markanten Dachkonstruktion, die auf die Dachlandschaft der alten Bauwerke in Krems-Stein Bezug nimmt. Die durchgehende Glasfront im Erdgeschoß des Hauses schafft Offenheit und Transparenz und die sprechende Fassade signalisiert den Inhalt des Hauses: Witz, Humor und Satire.
Das in den Jahren 2000 und 2001 erbaute kleine, aber feine "Spezialmuseum" erfreut sich dank dem lustvollen Inhalt und der eigenständigen Architektur besonderer Beliebtheit.