Maggie McFearsome and the Giant Anteater - Chapter 13

hoffentlich geht es Euch gut und Ihr seid schon in Vorfreude auf die Feiertage. Eigentlich hatten wir gedacht, dass wir Zeit finden, ein kleines Maggie&Arnold-Weihnachtsspezial für Euch zu kreieren, als Sneakpeek auf Band 2. Dessen Handlung ist im verschneiten Rumänien angesiedelt, wo Maggie einen Auftrag zu erledigen hat. Außerdem feiern Maggie und Arnold dort Weihnachten mit (Halb-)Vampiren.

Chapter 13: Weihnachts-Sneakpeek mit Maggie und Arnold

Liebe Fans von Maggie und Arnold,

hoffentlich geht es Euch gut und Ihr seid schon in Vorfreude auf die Feiertage. Eigentlich hatten wir gedacht, dass wir Zeit finden, ein kleines Maggie&Arnold-Weihnachtsspezial für Euch zu kreieren, als Sneakpeek auf Band 2. Dessen Handlung ist im verschneiten Rumänien angesiedelt, wo Maggie einen Auftrag zu erledigen hat. Außerdem feiern Maggie und Arnold dort Weihnachten mit (Halb-)Vampiren. Das alles ist für unser Dreamteam nicht ganz ungefährlich. Nicht nur riskiert Maggie ihren Hals, nein, es gibt da auch garstige Charaktere, die Arnold gerne das Fell über die Ohren ziehen möchten. Einige davon im wahrsten Sinne des Wortes.

Was uns davon abgehalten hat? Erfreulicherweise haben wir aber einen weiteren Auftrag bekommen! Und der muss bis zum 23. Januar erledigt sein. Worum es dabei geht, verraten wir Euch im ersten Blogeineintrag im Jänner 2018. Heute nur so viel dazu: Es geht um Wien und Bratislava. Und als Einstimmung könnte man sich „Mord im Orientexpress“ ansehen.

Dennoch gibt es heute eine Sneekpeek für Euch! Zum Jahresabschluss gibt es exklusiv für alle, die den Weg in unseren Blog gefunden haben, gut 700 Wörter aus dem Eggy-Skript zu lesen! Diese schließen genau an die bisher letzte Seite des Webcomics an (Seite 8). Wer noch einmal nachlesen möchte, worauf die Story eigentlich hinausläuft, kann im Blogeintrag 6  nachschauen.

Für 2018 wünschen wir Euch alles Gute, viel Zeit für die (Wieder-)Entdeckung graphischer Erzählungen – und weiterhin viel Vergnügen mit Maggie und Arnold!

 

Bild 1: Webcomic Seite 8

 

Herzlich,

Eggy & Jacky

 

Fortsetzung: „Maggie McFearsome and the Giant Anteater

 

Selber Tag, früher Abend im Golden Gate Park

Es dämmert. Die Leute im Park werden weniger. Ein Eichhörnchen scheint den Aushang zu lesen. Ein etwas abgerissen wirkender Typ mit Bart und wilderem Haar liest den Zettel. Es ist Anthony, das weiß man hier aber noch nicht. Er hat etwas von einem Ameisenbär an sich, das muss aber sehr subtil sein. Vielleicht hat er einen fellig-wirkenden Pulli oder eine Strähne im Haar. Er sieht nicht glücklich und ziemlich zerknittert aus, um EINIGES fertiger als auf dem Photo in Maggies Küche, und er hat seinen Saxophonkoffer bei sich. Er verschwindet aus dem Blickfeld. Es wird dämmeriger. Ein Waschbär läuft durchs Bild. Dann ein Einhorn. Es hat Luftschlangen in Mähne und ums Horn – es frisst einen der Zettel vom Baum. Der Blick schwenkt zum verwaisten Rollschuhplatz, dort ist einiges liegen geblieben: Papiere, Coladosen, Donutreste – es gibt eine beachtliche Ameisenstraße. Man sieht die Ameisen beim Abtransport der Speisereste. Eine lange Zunge schiebt sich ins Bild – weg sind die Ameisen. Die Zunge gehört einem großen Ameisenbär, der sich an den Insekten gütlich tut. Er ist wunderschön – und er hat auf subtile Weise etwas von Anthony an sich (natürlich nicht den Koffer mit dem Saxophon). Der Ameisenbär vertilgt alle Ameisen, auch die auf dem Stück Papier mit der Telefonnummer von dem pickeligen Teenie. Das Skatermädchen hat das Papier liegenlassen… Durch die Schleckaktion bleibt das Papier an der Zunge des Ameisenbären hängen. Er entfernt es mit den Krallen – und liest Maggies Gesuch. Der Ameisenbär wirkt, als würde er sich orientieren – und trabt dann genau den Weg, den Maggie am Vortag nach Hause gegangen ist. Er begegnet niemandem, bis er bei Maggies Haus ankommt, er glotzt die Mailbox an, erklimmt die Stufen und klingelt. Man sieht Maggie, wie sie telefoniert, durch's Küchenfenster, der Tisch ist diesmal voll mit Büchern und Stiften, Pinseln etc. Im Nachbarhaus ist auch Licht in der Küche. Robin sitzt dort am Küchentisch und liest eine Ausgabe des National Geographic, Takeo telefoniert (mit Maggie).

An Maggies Tür, Sonntag gegen 22 Uhr, erstes Treffen mit dem A-Bären

Maggie hat aufgelegt, nachdem sie (eher widerwillig) die Picknickeinladung angenommen hat.

(„Okay, Takeo, someone is at the door. Saturday, Picknick at Baker Beach. Yes, 4 pm is fine. Say hi to Robin.“) Sie hat einen resignierten Gesichtsausdruck, weil sie nach den bisherigen Erfahrungen keinen geeigneten WG-Kandidaten mehr erwartet. Sie ist zur Tür gegangen und hat sie geöffnet.

Man sieht Maggies Gesichtsfeld, also die Straße, Bäume etc. Der Ameisenbär steht von Maggie aus gesehen rechts seitlich auf der Veranda im Schatten; sie kann ihn nicht sehen, weil sie nicht nach unten schaut. (Der A-Bär ist auf allen Vieren nur ca. 80 cm hoch…) Maggie denkt an einen Klingelstreich und schließt die Tür. Dabei klemmt sie ein bisschen die Schnauze vom A-Bären ein, der sich mittlerweile genähert hatte. Maggie bemerkt den Widerstand beim Schließen. Sie dreht sich verwundert um, sieht die eingeklemmte Schnauze und öffnet die Tür. Das Licht von der Terrasse fällt nun auf den A-Bären. Er sieht sehr flauschig aus, seine Schnauze zeigt Eindrückungen von der Tür. Maggie geht in die Hocke und ist nun auf Augenhöhe mit dem A-Bären. Sie schauen sich an. Maggie fragt den A-Bär „Does it hurt?“ und streckt vorsichtig die Hand nach ihm aus und streichelt ihn auf dem Kopf. Der A-Bär schließt kurz die Augen. Er ist noch nie gestreichelt worden – und findet es angenehm.

Die Zeit steht kurz still. Dann richtet sich Maggie auf und fragt: „Do you want to come in?“

Der A-Bär folgt ihr ins Haus und sie schließt die Tür hinter ihnen.

In Maggies Küche

Der A-Bär ist mit Maggie in der Küche. Maggie hat zwei Windsor Chairs, weiß gestrichen, am Küchentisch stehen, der Tisch ist noch voll mit ihrem Arbeitsmaterial: Stifte, Papier etc. … Maggie ist etwas überfordert mit der A-Bär-Situation. Ihre Bücher sind in der Küche, sie schlägt kurz in ihrem dreibändigen Tierlexikon nach und liest den Eintrag zu A-Bären. (Man sieht den Eintrag und kann mitlesen… Darin steht u.a., dass erwachsene A-Bären keine Laute von sich geben.) Sie stellt das Buch wieder ins Regal und holt Eiswürfel aus dem Gefrierfach, tut sie in einen Beutel, um die Quetschung des A-Bären zu lindern. Der ist mittlerweile auf einen Stuhl gekrabbelt. Maggie setzt sich auf den zweiten Windsor Chair gegenüber und legt ihm den Eisbeutel auf die Schnauze. Der A-Bär schließt wieder die Augen. Die Zeit steht wieder still.

Der Eisbeutel tropft. Der A-Bär öffnet die Augen. Maggie tut den Eisbeutel beiseite und ist etwas verlegen und sagt (um etwas zu sagen). „So your lot doesn´t talk.“

Der A-Bär wickelt seine Zunge um einen Bleistift und schreibt schnörkelig: „But we do write.”

Maggie schaut den A-Bär verdutzt an. Er schreibt weiter: „Would you perhaps have some ants for me?“

Veröffentlicht von Karikaturmuseum Krems

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