Maggie McFearsome and the Giant Anteater - Chapter 3

willkommen beim dritten Teil unseres Comic-Blogs, in dem wir über die Genese unseres [Web-]Comicprojekts Maggie McFearsome and the Giant Anteater berichten. Wir freuen uns sehr über Euer Interesse an Maggie und ihrem Freund, dem Ameisenbären Arnold – und über Eure Kommentare und Anregungen auf facebook.

Liebe Comic-Fans,

 

willkommen beim dritten Teil unseres Comic-Blogs, in dem wir über die Genese unseres [Web-]Comicprojekts Maggie McFearsome and the Giant Anteater berichten. Wir freuen uns sehr über Euer Interesse an Maggie und ihrem Freund, dem Ameisenbären Arnold – und über Eure Kommentare und Anregungen auf facebook.

 

Einige Fragen, die uns bisher vermehrt gestellt wurden, lauten:

„Wann geht es los mit dem Webcomic?“

„Wie hat es mit Maggie und Arnold angefangen?“

„Wie sieht Eure Arbeit als Autorinnenduo eigentlich aus – wer macht was?“

„Gibt es schon irgendwelche Abenteuer von Maggie und Arnold zu lesen?“

 

Die erste Frage ist schnell beantwortet: Der Webcomic startet Ende Juli – und zwar auf der bereits existierenden Seite www.anteater-comic.net.

 

Und die anderen drei Fragen werden wir in dieser Episode unseres Blogs beantworten.

 

„Am Anfang war das Wort“ – so beginnt nicht nur die Schöpfungsgeschichte im Johannes-Evangelium, sondern auch die Erschaffung von Maggie und Arnold. In letzterem Fall bestand dieser Anfang aus einem 93-seitigen Eggy-Skript. Ein Szenario im klassischen Sinne, das ausschließlich den Text für den Comic und Wünsche für die Ausführung der Zeichnungen enthält, ist das nämlich nicht, was Eggy da geschrieben hat. Eher eine Mischung aus bildhaftem Roman mit unterschiedlichen Kommentarebenen. Wie sowas aussieht und was Jacky damit anfangen kann? Das zeigen wir Euch nach Erscheinen der ersten Episode des Webcomics!

 

Zusammengefunden haben wir im Oktober 2016 auf der Vienna Comix – und bei der Comic Lounge haben wir unser Gespräch dann fortgesetzt. Eine Comic-Messe ist eine feine Gelegenheit für Leute, die Szenarios schreiben und eine Comic-Künstlerin oder einen Comic-Künstler für die (gemeinsame) Umsetzung suchen. Man kann schaun, wessen Styles für das eigene Projekt interessant wären, überprüfen, ob eine Art Grundsympathie aufscheint – und dann (wenn nicht gerade Kundschaft da ist oder gar ein interessierter Verlag) kurz das Projekt umreissen – und die Zusammenfassung da lassen. (Wie so eine Zusammenfassung aussehen kann, haben wir in der letzten Episode vorgestellt.)

 

Besteht dann gegenseitiges Interesse, tut man gut daran, erstmal einen Testballon steigen zu lassen. Wieso das? Man sollte sich sicher sein, dass man WIRKLICH miteinander kommunizieren und arbeiten kann, ehe man sich an ein größeres gemeinsames Projekt wagt. Und zwar nicht nur theoretisch. Ein solcher Testballon kann ein One-Pager sein. Oder aber ein Beitrag zu einer Ausstellung. Wir haben uns für Letzteres entschieden.

 

 

Für die Wechselausstellung zum Thema „Stars in Gars – Künstler in der Sommerfrische“ hatte das Zeitbrücke-Museum in Gars den Kremser Verein raumgreifend zu künstlerischen Reaktionen eingeladen. Das war eine hervorragende Gelegenheit für uns, um unsere Kompabilität als Autorinnenduo zu testen. Maggie und Arnold in der Sommerfrische ... was kann man daraus machen? Schnell waren wir uns über die Form einig: Wir wollten einen raumgreifenden Comic erzählen, dessen Seiten man sich im Museum erwandern muss – und der gleichzeitig als klassisches Comic-Heft funktioniert. Es sollte eine Auskoppelung aus der eigentlichen Story sein – und auf diese neugierig machen. Außerdem wollten wir mit historischen Photos von Gars arbeiten. Gleichzeitig sollte das Projekt Jacky als Zeichnerin die Gelegenheit zu eigenen Bildschöpfungen geben, z.B. Arnold im Badeanzug. Generell wollten wir dieses Projekt auch nutzen, damit Jacky einen zeichnerischen Stil für Maggie und Arnold erproben und überhaupt den Figuren erstmals Gestalt verleihen kann. Zweckdienlich als Vorarbeit ist hier die Erstellung von Character sheets, um die Figuren aus unterschiedlichen Perspektiven und ggf. mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken und Haltungen zu zeichnen. Und das sind die Character sheets, die Jacky für Maggie und Arnold erstellt hat.

 

 

Es war eine sehr schöne Überraschung, wie nah unsere Vorstellungswelten einander sind: Wir haben lediglich Maggies Haarlänge und Arnolds Größe diskutiert – und waren uns auch hier schnell einig. Ein weiteres Indiz, dass die Chemie stimmt.

 

Während also die zeichenkünstlerische Arbeit in Jackys Hand liegt, gehörte zu Eggys Aufgaben für dieses Projekt neben der Erstellung des Szenarios inklusive der Dialoge auch das Recherchieren geeigneter Photos (hier ein großer Dank an Mag. Anton Ehrenberger, den Leiter des Zeitbrücke-Museums, für die großartige Unterstützung) und das Abklären der Bildrechte. Wieso das? Wenn Ihr mit historischen Photos als Inspirationsquelle arbeitet, begebt Ihr Euch in den Bereich der appropriation art. Und da ist Vorsicht geboten. Manche Bildrechteinhaber, seien es nun Institutionen (z.B. Bibliotheken, Archive oder Museen) oder Kunstschaffende (z.B. im Bereich Photographie) nehmen es sehr, sehr ernst, wenn ihre Bilder oder sonstige Dokumente für künstlerische Zwecke herangezogen werden – und sei der Bezug noch so vage. Sehen sie ihre Rechte am Bild oder am Objekt, das auf dem Bild zu sehen ist, verletzt, kann es teuer werden. Auch eine Unterlassungsklage ist nicht witzig – denn dann dürft Ihr Eure Arbeiten nicht mehr zeigen. Diese Risiken sollte man nicht eingehen. Bildrechtsrecherche kann zwar ein fades und mühsames Geschäft sein, aber es lohnt sich. Wir mussten für das Gars-Projekt letztlich nur die Reproduktionskosten für die Erstellung von Digitalisaten tragen und Belegexemplare zusenden. Netter Nebeneffekt: Unser erstes Comic-Heft Maggie und Arnold in der Sommerfrische steht nun u.a. in der Bibliothek der Albertina in Wien – und im Hanns Eisler-Archiv der Akademie der bildenden Künste in Berlin.

 

Die Eröffnung in Gars war dann auch ein Erstausflug in den Bereich Marketing und Branding. Jacky hatte die feine Idee, Stoffameisenbär Anatoll zum Marketingexperten zu befördern. Und schon waren wir als Schöpferinnen des Comicbeitrags erkennbar – und kamen in die Presse. Bis zum 30. September könnt Ihr Maggie und Arnold übrigens noch in Gars besuchen – oder Ihr schaut Euch die Bilder auf Instagram (Maggie_and_Arnold) an!

 

Bis Ende Juli könnt Ihr außerdem in der ARTSchmidatal im Konzerthaus in Ziersdorf das zweite (ausgekoppelte) Abenteuer von Maggie und Arnold sehen. Für diese Gruppenausstellung des Vereins raumgreifend haben wir aus Jackys Zeichnungen 13 Mobiles hergestellt, die sich zu dem Schwebecomic Maggie und Arnold und die Space Time Now-Lotterie formieren. Neugierig geworden? Wir und der Verein raumgreifend laden Euch herzlich zur Finissage am 30. Juli ein – um 19 Uhr geht es los!

 

Derzeit packen Maggie und Arnold die Koffer für ihr Debut in Paris, um rechtzeitig zur Vernissage der Gruppenausstellung „Summer Peace“ am 8. Juli in der Galerie du Colombier zu sein. Maggie und Arnold sind dort die Stars der Sommerromanze „Worldpeace starts with Ant(eater)s“, in der auch Salvador Dalì eine Rolle spielt. Mehr hierzu berichten wir im nächsten Blogeintrag, wo es außerdem um die Tücken der Einrichtung unserer domain gehen wird.

 

Bis spätestens in zwei Wochen!

Herzlich,

Eggy und Jacky

Veröffentlicht von Karikaturmuseum Krems

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