IRONIMUS Neunzig

Karten kaufen

Einführung / Kurzbeschreibung

Cartoons von 1948 bis 2018

Die Ausstellung zum 90. Geburtstag der Zeichnerlegende zeigt neue, bislang unveröffentlichte Cartoons aus dem „Unruhestand“.

Mehr als 60 Jahre lang hat der Karikaturist IRONIMUS mit spitzer Feder das politische Zeitgeschehen aufs Korn genommen, ehe er sich Ende 2014 zur Ruhe setzte. Zu seinem 90. Geburtstag präsentiert das Karikaturmuseum Krems jetzt erstmals eine Ausstellung mit seinen besten nicht politischen Zeichnungen: feinsinnige Cartoons und hintergründige Beobachtungen, die mit der Doppelbödigkeit des Lebens und der Kunst spielen – und uns die Absurdität der kleinen, alltäglichen Momente vor Augen führen.

IRONIMUS, mit bürgerlichem Namen Gustav Peichl, wurde 1928 in Wien geboren. Er veröffentlichte bereits mit 18 Jahren seine ersten Zeichnungen und arbeitete über 60 Jahre lang als Karikaturist für Die Presse, die Süddeutsche Zeitung, den Stern, Die Weltwoche und die Vorarlberger Nachrichten. Mit mehr als 12.000 Karikaturen, über 30 Büchern und rund 100 Ausstellungen blickt er auf eine beispiellose Karriere zurück, seine ORF-Sendungen Die Karikatur der Woche und Der Jahresrückblick in der Karikatur erreichten ein Millionenpublikum. Unter seinem bürgerlichen Namen wurde er als Architekt bekannt, zum Beispiel durch den Bau der ORF-Landesstudios, des Städel Museums in Frankfurt am Main und der Bundeskunsthalle in Bonn.

Die Ausstellung wird von Gottfried Gusenbauer, künstlerischer Direktor des Karikaturmuseum Krems, und Markus Peichl, Galerist und IRONIMUS’ Sohn, kuratiert. Sie zeigt über 50 Zeichnungen aus den Jahren 1948 bis 2018, darunter neue, bislang unveröffentlichte Blätter, die erst vor Kurzem entstanden sind.

 

Gustav Peichl | IRONIMUS

Biografie

1928             Am 18. März in Wien geboren

1938–1943   Oberschule für Jungen in Mährisch-Trübau (Moravská Třebová)

1943–1944   Staatsgewerbeschule in Wien-Mödling, Abteilung Hochbau

1944–1947   Technischer Zeichner am Stadtbauamt in Mährisch-Trübau

1947             Übersiedlung nach Linz, Besuch der dortigen Bundesgewerbeschule; erste satirische Zeichnungen in den Oberösterreichischen Nachrichten und dem Echo der Heimat, Linz

1949             Matura an der Bundesgewerbeschule; ab diesem Jahr Karikaturen für die satirisch-humoristische Zeitschrift Wespe, Wien, und Zeichnungen für Die Woche, Wien

1949–1952   Praxis im Architekturbüro Zellinger-Perotti, Linz

1950             Beginn des Architekturstudiums an der Akademie der bildenden Künste Wien, Meisterschule Clemens Holzmeister

1952–1954   Mitarbeit im Atelier von Prof. Roland Rainer, Wien

1953             Architekturdiplom an der Akademie der bildenden Künste Wien; Beginn der Mitarbeit bei der Wiener Illustrierten und beim Stern

1954             Beginn der Tätigkeit als Karikaturist unter dem Pseudonym IRONIMUS; von da an wöchentlich politische Karikaturen in der Presse, Zeichnungen für Bildtelegraph (bis 1958)

1955–1991   Wöchentliche Karikatur in der Wochenpresse, Wien

1955–2014   Eigenes Architekturbüro in Wien (ab 2002 unter der Bezeichnung Peichl & Partner), zahlreiche nationale und internationale Bauten

Ab 1958        Karikaturen für Der Mittag, Düsseldorf

1968–2013   Karikaturist bei der Süddeutschen Zeitung, München

1971–1996   Fernsehsendung Der Jahresrückblick in der Karikatur im ORF

Seit 1972      Mitglied des Österreichischen Kunstsenats

1973–1984   Karikaturist bei der Weltwoche, Zürich

1973–1996   Professor und Meisterschulleiter für Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien

1987             Wahl zum Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien

1996             Emeritiert als Hochschulprofessor an der Akademie der bildenden Künste Wien; Ehrenmitglied des Royal Institute of British Architects und des American Institute of Architects

2002             Gastprofessur an der Harvard Graduate School of Design, Cambridge

 

Karikaturen von IRONIMUS wurden in zahlreichen Büchern publiziert und in Ausstellungen präsentiert. Sie sind unter anderem im Besitz des Museum of Modern Art, New York, der Albertina, Wien, der Akademie der bildenden Künste Wien, des Wien Museums und der Landessammlungen Niederösterreich.

Gustav Peichl lebt in Wien.

 

Auszeichnungen

 

Preis der Stadt Wien für Architektur (1969)

Großer Österreichischer Staatspreis für Architektur (1971)

Mitglied des Österreichischen Kunstsenats (1972)

Joseph-E.-Drexel-Preis für Journalistik (1974)

R. S. Reynolds Memorial Award (1975)

Ehrenmitgliedschaft des Bundes Deutscher Architekten – BDA (1983)

Preis des Landes Steiermark für Architektur (1984)

Mies van der Rohe Award for European Architecture (1986)

Berliner Architekturpreis (1989)

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (1993)

Großer Sudetendeutscher Kulturpreis (1993)

Auszeichnung zum Deutschen Architekturpreis (1993)

Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1996)

Ehrenmitglied des Royal Institute of British Architects (1996)

Ehrenmitglied des American Institute of Architects (1996)

Großes goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1997)

Goldene Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien (1998)

Ehrenmitglied der Akademie der Künste, Berlin (1998)

Nestroy-Ring der Stadt Wien (1999)

Goldenes Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich (2003)

Goldener Rathausmann der Stadt Wien (2008)

Julius-Raab-Medaille in Gold (2012)

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2013)

Goldener Ehrenring der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland (2014)

Großes Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Linz (2016)

 

 

Publikationen

 

Karikaturen von Ironimus, Jahresheft der Presse (1955–2011)

Karikaturen 55/56, Verlag Ketterl (1956)

Julius. Ein Kanzler in der Karikatur, Verlag Kurt Wedl (1958)

No Smoking, Verlag Kurt Wedl (1958)

Helden, Verlag Kurt Wedl (1959)

Mein Österreich, Molden Verlag (1975)

Der schwarze Riese. Helmut Kohl in der Karikatur, Molden Verlag (1976)

Weltcircus, Molden Verlag (1977)

Die siebziger Jahre, Molden Verlag (1979)

Laßt Linien sprechen, Heyne Verlag (1981)

Grüne Helden, graue Monster, Goldmann Taschenbuch (1983)

Illustrationen zu H. C. Artmann, Im Schatten der Burenwurst, Residenz Verlag (1983)

Land der Berge, Land der Zwerge, Ueberreuter Verlag (1986)

Architekten sind auch nur Künstler, Verlag Ernst & Sohn (1989)

Des Rauchers Lust, Ueberreuter Verlag (1990)

50 Jahre Österreich, Brandstätter Verlag (1994)

Karikaturen aus fünf Jahrzehnten, Brandstätter Verlag (1998)

Ernst ist die Kunst, heiter das Leben, Brandstätter Verlag (1998)

Cartoon Mix, Brandstätter Verlag (2001)

Das wahre Österreich, Amalthea Verlag (2004)

Das wahre Deutschland. Ein respektloses Geschichtsbuch, Langen Müller Verlag (2005)

Der kleine Geist, Residenz Verlag (2006)

Alles Kunst, oder was?, Amalthea Verlag (2007)

Ohne Leichtsinn geht es nicht!, Amalthea Verlag (2008)

Das Album, Amalthea Verlag (2008)

Die Zeichnung ist die Sprache des Architekten, Akademie der Künste, Berlin (2013)

Der Doppelgänger, Böhlau Verlag (2013)

Das Wunder Österreich, Brandstätter Verlag (2014)

Jetzt mal keine Politik! Cartoons von 1948 bis 2018, Residenz Verlag (2018)

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden