25. 03. 2007 bis 04. 11. 2007
Nach dem 5-jährigen Bestehen und dem 500.000sten Besucher steht das Karikaturmuseum Krems 2007 ganz im Zeichen von Donald Duck. Mit einer großen Ausstellung würdigt das Karikaturmuseum Carl Barks, den "Vater" der Ducks und Erfinder von Entenhausen!
Carl Barks kann wohl zu den bedeutendsten
amerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts gezählt werden. Er schuf
unsterbliche Figuren wie Onkel Dagobert, die Neffen Tick, Trick und Track,
Daisy, Daniel Düsentrieb oder Gustav Gans. Die frühere Nebenfigur Donald Duck
machte er zum Protagonisten seines Kosmos. Die Entwicklung des
Charakterdarstellers Donald wird in der Kremser Barks-Werkschau
nachvollziehbar.
Die rund 250 Werke, die in der Ausstellung
präsentiert werden, sind Leihgaben aus internationalen Privatsammlungen und
umfassen unter anderem äußerst rare und wertvolle originale Comicseiten von
Carl Barks, vorbereitende Skizzen, persönliche Briefe, Manuskripte, Texte,
sowie Barks Arbeitstisch. Weiters sind seltene Publikationen, Erstausgaben von
Comic-Heften, frühe Donald-Skulpturen, Kuriositäten und Arbeiten weiterer
wichtiger Disney-Zeichner zu sehen.
Neben der Dokumentation der Tätigkeit von
Erika Fuchs, der genialen deutschen Übersetzerin des Amerikaners, ist Barks Wirkungsgeschichte
ein Schwerpunkt der Ausstellung - und hier vor allem sein maßgeblicher Einfluss
auf einzelne Künstler. Größen wie die Popart-Giganten Roy Lichtenstein und Andy
Warhol, aber natürlich auch Zeichner wie Robert Crumb, Manfred Deix und
Gottfried Helnwein haben ihre Bewunderung für Barks stets betont – auch
diese stilprägende Präsenz hat ihren Platz in der Ausstellung.
Carl Barks (1901 – 2000) war bereits 41 Jahre alt, als seine erste Donald-Duck-Geschichte entstand. Dabei arbeitete er schon seit 1935 für die Disney-Studios: zunächst zeichnete er Zwischenphasen für Trickfilme, dann wurde er Storyentwickler. Acht Jahre später wandte er sich den Comics zu – ab 1943 arbeitete er nur noch an Entenhausen-Geschichten und entwarf detaillierte Vorlagen, nach denen sich die Disney-Zeichner – bis heute – richten. Nach 1966 malte Barks für Kunstsammler; zunehmend wurde er nun als Schöpfer von Entenhausen entdeckt und gefeiert.
„Donald Duck …und die Ente ist Mensch geworden - Das zeichnerische und poetische Werk von Carl Barks“ wurde exklusiv für das Karikaturmuseum Krems von Gottfried Helnwein zusammengestellt und zeigt Barks Werk erstmals in Österreich.
Zur Ausstellung erscheint ein 144-seitiger Katalog mit zahlreichen Textbeiträgen und einer umfangreichen Bilddokumentation.
Linktipps:
www.helnwein.de
www.helnweincomic.homestead.com
www.helnwein-museum.com
DISNEY: Donald Duck
© DISNEY