Wolfgang Zöhrer
Feiner Irrwitz

13. 06. 2003 bis 31. 08. 2003

Wolfgang Zöhrer ist ein Eigenbrötler im besten Sinn des Wortes - als Mensch und als Künstler. In seinem abgeschiedenen Bauernhof, außerhalb von Aigen-Schlägl im oberösterreichischen Mühlviertel lebt und arbeitet er ohne engeren Kontakt zu seinen Mitmenschen und ohne nennenswerte Beziehung zum offiziellen Kunstbetrieb.
Zöhrers Kunstschaffen ist unbändig und umfassend und sprießt aus einem literarisch-phantastischen Verständnis seiner Umwelt. Es äußert sich in Zeichnungen ebenso wie in seiner Druckgraphik, in seinen Keramiken, Papiermachéarbeiten und Eisenskulpturen, bis hin zu seinen Möbeln und dem ganzen Haus, das er vom Erdgeschoß bis zum Dachboden als Gesamtkunstwerk gestaltet, in dem er lebt, zeichnet, druckt, aber auch auf seiner Orgel musiziert, wenn ihm danach ist. Beim Drucken strebt er nach handwerklicher Perfektion und gewinnt allen Techniken ihre eigene Qualität ab, wobei ihn die Lithographie am meisten fesselt. In der Skulptur ist Eisen sein bevorzugtes Material. Die Überwindung des widerspenstigen Metalls und das Zwingen in die entsprechende Form zeugt von seiner energiegeladenen Arbeitsweise.
Das Karikaturmuseum Krems präsentiert sein Werk nun erstmals von 13. Juni bis 31. August 2003 in einer umfassenden Ausstellung.

Wolfgang Zöhrer: Motorradfahrer
2002, Holzrelief, 70 x 100 cm
© Wolfgang Zöhrer