Virtuelle Museumsbesuche

Der digitale Museumsraum hat gerade durch die Covid-19 Pandemie verstärkt Aufmerksamkeit erhalten. Virtuelle Führungen, digitale Quizzes und interaktive Plattformen boomten und haben für ein paar Monate den physischen Museumbesuch ersetzt.

Foto: FH IMC Krems

Forschung zu digitaler Vermittlung für Schulen

Der digitale Museumsraum hat gerade durch die Covid-19 Pandemie verstärkt Aufmerksamkeit erhalten. Virtuelle Führungen, digitale Quizzes und interaktive Plattformen boomten und haben für ein paar Monate den physischen Museumbesuch ersetzt.

 

MonA - Museopedagogy and Augmented reality

Um wissenschaftlich fundierte Vermittlung im digitalen Raum geht es im Erasmus´+ Projekt MonA - Museopedagogy and Augmented reality. Gemeinsam mit internationalen Partnern forscht die Kunstvermittlung Kunstmeile Krems an innovativen Methoden für die Kulturvermittlung mit AR, VR und MR. Das Konsortium setzt sich zusammen aus: NEMO museum (NL), Stichting Hogeschool Van Amsterdam (NL), AKETH-DCT (GR), Music School of Trikala (GR), European Grants International Academy Srl Egina, (IT), Associazione Culturale Palazzo Lucarini (IT), Liceo Classico Federico Frezzi - Beata Angela (IT), IMC University of Applied Sciences Krems (AT), Kunstmeile Krems Betriebs GmbH (AT).

 

Die Zielgruppen der entwickelten Projekte sind Schüler*innen, Lehrende und im Bildungsbereich Tätige. Diese Communities haben spezifische Anforderungen, die es bei der Programmentwicklung zu beachten gilt. In diesem Kontext unterscheidet sich der digitale Museumsraum nicht vom analogen. In Krems unterstützen deshalb folgende Schulen mit ihrer Expertise das Projekt: BG und BRG Piaristengasse, BORG Krems, BRG Krems Ringstraße 33, HLM HLW Krems.

 

Um die digitale Vermittlung in ihrer Bandbreite aufzuzeigen und eine wissenschaftliche Basis für die entwickelten Projekte zu schaffen, hat sich MonA folgende Teilergebnisse zum Ziel gesetzt:

  • Ein Leitfaden zu digitaler Vermittlung im Museum für Schulen
  • Eine 360 Grad Tour durch die teilnehmenden Museen
  • Eine Onlineplattform, die alle Museen verbindet
  • Eine App, die einen spielerischen Zugang zu den Museen ermöglicht

Die Projektergebnisse werden in Etappen allen User*innen frei zur Verfügung gestellt.

 

Dass in Österreich Bedarf an mehr digitalen Projekten besteht, zeigt der Bericht des Österreichischen Museumsbunden „Das Museum im digitalen Raum. Zum Status quo in Österreich“ von 2019:

Danach stehen (interaktive) Vermittlungselemente und Erweiterungen im digitalen Raum (8 %) ebenso wenig im Vordergrund einer Ausstellung wie die Textebene (2 %) (Studie ÖMB 2019, 10). Und bei digitaler Vermittlung stehen Audio-, Multimediaguides und Apps als zusätzliche Angebote im Vordergrund (Studie ÖMB 2019, 26).

 

Digitalen und realen Museumsraum verbinden

Bei all dem Boom um den digitalen Museumsraum aufgrund von Covid-19 dürfen zwei Punkte nicht übersehen werden. Es muss immer zwischen Vermittlungsansätzen und Marketingcontent unterschieden werden. Nicht alles, was Museen im digitalen Raum anbieten, ist Vermittlung. Vieles dient der Kommunikation und Vermarktung des Museums und seiner Mission. Zweitens: der virtuelle Museumsbesuch kann – und will! – den analogen nicht ersetzten. Vielmehr geht es darum, analogen und virtuellen Museumraum zu verknüpfen und in einer integrierten Vermittlungserlebnis zu vereinen.

 

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Isabell Fiedler

Veröffentlicht von Isabell Fiedler

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