Maggie McFearsome and the Giant Anteater - Chapter 10

willkommen zu Blogbeitrag 10! Inklusive des heutigen Beitrags haben wir nun schon gut 10.000 Wörter über unser [Web-]Comicprojekt geschrieben. Unser Webcomic ist inzwischen auf stolze fünf Seiten angewachsen. Die heutige Blog-Vignette verrät, worum es auf den drei neuen Seiten geht: Maggie ist nicht recht glücklich über die Personen, die sich auf ihr Gesuch melden

Chapter 10: Von Ameisenbären und Ausstellungsprojekten – Neues von Maggie und Arnold!

Liebe Fans von Maggie und Arnold,

willkommen zu Blogbeitrag 10! Inklusive des heutigen Beitrags haben wir nun schon gut 10.000 Wörter über unser [Web-]Comicprojekt geschrieben. Unser Webcomic  ist inzwischen auf stolze fünf Seiten angewachsen. Die heutige Blog-Vignette verrät, worum es auf den drei neuen Seiten geht: Maggie ist nicht recht glücklich über die Personen, die sich auf ihr Gesuch melden und nun bei ihr einziehen wollen. Mit den fünf Seiten haben wir nun Halbzeit, ehe wir aktiv mit unserem Graphic-Novel-Projekt an die Verlage herantreten. Bis dahin muss natürlich Arnold erst einmal auf der Bildfläche erscheinen – nicht nur auf dem Cover. Übrigens sind wir nicht die ersten, die dem Ameisenbär ein Comic-Denkmal setzen – er ist der Held diverser Strips – aber es gibt noch keine Graphic Novel mit einem Ameisenbären als zentralem Protagonisten. Und auch keinen Zeichentrick-Film. Die blaue Elise, die beharrlich aber erfolglos der Ameise Charlie nachjagt, ist nämlich kein Ameisenbär – sondern ein Erdferkel. Dies ist unter anderem an den großen Ohren ersichtlich. Auch der „Ameisenbär“ in Johnny Harts Comic-Strip-Serie „B.C.“, der seine Beute mit einem ZOT-Laut aufsaugt, hat diese Ohren und ist somit eine Mischung aus Erdferkel und Ameisenbär. Unser Arnold ist aber definitiv ein Großer Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla)!

 

 

Die Ameisenbärforschung wird angesichts dieser Behauptung nun erhebliche Zweifel anmelden. Dank der Biologin Lydia Möcklinghoff weiß die Wissenschaft schon viel mehr über dieses spezielle Nebengelenktier, worüber die Forscherin unter anderem auf ihrer Homepage und in ihrem Buch „Die Supernasen“ (2016) berichtet. Und einiges davon steht in krassem Widerspruch zu Arnolds Charaktereigenschaften und besonderen Fähigkeiten. Aber fangen wir zunächst mit dem an, worin wir übereinstimmen. Sowohl der gewöhnliche Ameisenbär als auch Arnold haben keine Zähne. Ameisenbären sind was ihre Nahrung anbelangt hochspezialisiert: Auf dem Speisezettel stehen ausschließlich Ameisen und Termiten, deren Bauten unser zahnloser Freund heimsucht und mit seinen scharfen Krallen aufbricht. Die röhrenförmige Schnauze und die bis zu 60 cm lange Zunge sind ungemein praktisch für das Ameisen-Buffet. 200g Ameisen verspeist das Tier in der freien Wildbahn – das entspricht etwa 30.000 Insekten. Wer das wohl nachgewiesen hat? Und wie? Diese werden im muskulösen Magen des Ameisenbären zerrieben und dann in ihrer eigenen Säure verdaut. So hält es auch Arnold, bis ihm seine Liebe zu Maggie auf den Magen schlägt – auch dies hat er mit seinen wilden Verwandten gemeinsam, die in der Paarungszeit kurzzeitig ihr Interesse an Nahrung verlieren. Ameisenbären haben mit 34 Grad eine relativ niedrige Körpertemperatur – um im Schlaf nicht auszukühlen, decken sich die Tiere mit ihrem buschigen Schweif zu. So auch Arnold. Allerdings teilt er seine integrierte Decke mit Maggie – und da kommen wir schon zu den Abweichungen. Ameisenbären sind EinzelgängerInnen – nach der Paarung wird nicht gekuschelt.

 

 

Auch Arnolds romantisch-altmodische Kommunikationsweise per Schriftverkehr und ausdrucksstarker Mimik steht im Widerspruch zu Lydia Möcklinghoffs Forschungsergebnissen: Ameisenbären, so hat die Biologin mittels ihrer Kamerafallen im Pantanal herausgefunden, markieren Baumstämme mit ihrem Duft: Sie reiben hierzu ihre Brust an der Rinde, die daraufhin zu einer Zeitung für Ameisenbären mutiert und Revieransprüche und Paarungsbereitschaft für die ameisenbärige Leserschaft (Riecherschaft?) verkündet. Zwar ist hierdurch noch lange nicht belegt, dass Ameisenbären nicht schreiben können – aber es ist eher unwahrscheinlich. Denn die mit ihrer Ameisendiät ständig etwas unterernährten Tiere sind, um es mit Lydia Möcklinghoff auszudrücken, monotaskende Erbsenhirne. Und das trifft auf Arnold natürlich nicht im Mindesten zu. Zum Glück, denn schließlich warten auf Maggie und ihn diverse Abenteuer!

 

Auch auf uns warten neue Herausforderungen. Und wir freuen uns sehr auf sie! Damit ist nicht nur das Dauer-Abenteuer [Web-]Comic-Veröffentlichung gemeint, sondern es geht um zwei neue Ausstellungsprojekte. So wurden wir als Comic-AutorInnen-Gespann eingeladen, beim NEXTCOMIC-Festival 2018 in Linz dabei zu sein. Wir fühlen uns geehrt und haben gleich zwei Projektideen eingereicht, die gerade auf Brandschutzsicherheit geprüft werden. Bitte Daumen drücken! So viel sei schon einmal verraten: Wir wollen an bisherige Ausstellungsprojekte anknüpfen. Und größer werden!

 

Das zweite Ausstellungsprojekt führt uns nach Waidhofen/Ybbs. Dort werden wir im September 2018 unsere erste Einzelausstellung in der Galerie raumimpuls (http://www.raumimpuls.at/) zeigen! Eggy hat am Sonntag die inspirierende und inspirierte Kuratorin und Künstlerin Klaudia Stöckl vor Ort besucht und war sofort von ihr begeistert. Und auch von der Stadtgalerie und dem pittoresken Waidhofen! Maggie und Arnold und ihr Freundeskreis werden sich dort sehr wohlfühlen. So viel Platz, so viele Möglichkeiten … Das ist extrem spannend für uns. Vielen Dank, liebe Klaudia, dass Du uns diese Gelegenheit bietest. Und auch Dir, liebe Yva. Um es auch spannend für Euch zu machen, zeigen wir nur einen ganz kleinen Ausschnitt aus der Galerie, einen Schacht, mit dem wir aber viel vorhaben, wenn es die Brandschutzbestimmungen erlauben.

 

 

Wie bei unseren bisherigen Ausstellungsprojekten in Gars am Kamp, Ziersdorf und Paris wollen wir auch in Waidhofen wieder ortsspezifisch arbeiten. Exklusiv werden wir ab jetzt für unsere geschätzte Blogleserschaft auch vom Voranschreiten unserer Vorbereitungen für Waidhofen berichten. Neben Einblicken in unsere konzeptuelle und künstlerische Arbeitsweise wird es auch wieder praktische Tipps für Euch und Eure Projekte geben. So werden wir uns wieder einmal an eine neue Sache heranwagen, nämlich an das Einwerben von Sachsponsoring – und Euch an unseren Erfahrungen teilhaben lassen. Zu Wort kommt in diesem Zusammenhang auch ein Experte, nämlich Magister Rainer Otte von den Kulturförderungspaten in Leipzig (http://www.kulturfoerderungspaten.de/).

Ansonsten könnt Ihr uns noch bis zum Monatsende auf Facebook (https://www.facebook.com/eggyjacky/) mitteilen, welche Themenwünsche ihr für den Novemberblog habt. Bleibt uns gewogen und erfahrt demnächst, wohin Maggie und Arnold in Urlaub gefahren sind, was Jacky auf der Vienna Comix erlebt hat und noch mehr!

Heute schließen wir mit einem Ausstellungstipp für diejenigen unter Euch, die sich generell für Ausstellungen mit Comic-Bezug interessieren. Im September wurde das Haydn Geburtshaus in Rohrau wiedereröffnet. Bestandteil des narrativen Ausstellungskonzepts ist eine Graphic Novel von Horst Stein, die über die einzelnen Räume verteilt ist und diese miteinander verknüpft. Unbedingt anschauen! Es gibt auch einen feinen Katalog von Werner Hanak-Lettner: „Joseph und Michael Haydn. Von Rohrau in die Welt“, den man vor Ort erwerben kann. Über diese Perle und andere spannende Möglichkeiten, die das Medium Comic in Ausstellungen und Museen eröffnet, wird Eggy exklusiv in der März-Ausgabe von „neues museum – die österreichische museumszeitschrift“ berichten.

Bis in zwei Wochen!

Herzlich

Eggy & Jacky

Veröffentlicht von Karikaturmuseum Krems

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden