MAGGIE MCFEARSOME AND THE GIANT ANTEATER - CHAPTER 17

nach einer etwas längeren Pause melden wir uns zurück bei Euch. Vielen Dank für die Komplimente für unseren Web-Comic in Linz.  Es war uns eine Ehre, dass Maggie und Arnold auch nach dem NEXTCOMIC Festival noch im Oberösterreichischen Kulturquartier verweilen durften: Erst am zweiten Juniwochenende haben wir die zwei etwas schweren Herzens vom Zaun geholt.

Chapter 17: Ausstellungsglück und Verlagspech für Maggie und Arnold

 

Liebe Fans von Maggie und Arnold,

 

nach einer etwas längeren Pause melden wir uns zurück bei Euch. Vielen Dank für die Komplimente für unseren Web-Comic in Linz.  Es war uns eine Ehre, dass Maggie und Arnold auch nach dem NEXTCOMIC Festival noch im Oberösterreichischen Kulturquartier verweilen durften: Erst am zweiten Juniwochenende haben wir die zwei etwas schweren Herzens vom Zaun geholt. Nachhaltigkeit in Bezug auf Materialien ist für uns ein wichtiges Anliegen. Nicht zuletzt deswegen werden wir die Arbeit – wenn auch in stark abgewandelter Form – bei unserer ersten Einzelausstellung „Eggy und Jacky: ein Comic(Mani)Fest!“ abermals präsentieren, die am 7. September in der Galerie raumimpuls in Waidhofen an der Ybbs Vernissage feiert. Außerdem werden wir hier alte und neue Abenteuer unserer Charaktere aus den letzten zwei Jahren zeigen. Wer also auf neue Entwicklungen in der Welt von Maggie und Arnold gespannt ist, eines oder mehrere Ausstellungsprojekte von uns verpasst hat oder wiedersehen möchte, wird hier voll auf seine oder ihre Kosten kommen.

Ursprünglich wollten wir in Waidhofen unser Cover in 3D umsetzen – davon wir ja bereits letztes Jahr in Blogbeitrag 10 berichtet. Aber nun haben wir uns entschieden, im Hauptraum eine einzige begehbare Szene zu installieren. Hieran werden wir spätestens ab dem 29. August vor Ort arbeiten – Besuche auf der Kunstbaustelle sind herzlich willkommen!

Das Voranschreiten der Ausstellungsinstallation zeigen wir Euch dann ab Ende August auf Instagram und Facebook.

Es gibt übrigens noch einen weiteren Einzelausstellungs-Termin dieses Jahr: Vom 11. Oktober 2018 bis 11. Jänner 2019 haben wir erstmal ein Heimspiel in Krems, wo Jacky geboren wurde und zur Schule gegangen ist und wo Eggy seit April 2016 lebt und arbeitet. In diesem Zeitraum findet Ihr Maggie und Arnold und ihre Freunde in der Bibliotheksgalerie in Krems. Für unser buchaffines Protagonistenpaar hätten wir uns keinen geeigneteren Ort wünschen können. Und wir danken herzlich Herrn Mag. Gregor Kremser und dem Bibliotheks-Team für die Einladung. Als Ausstellungtitel haben wir übrigens „Eggy & Jacky – im Comic zu Hause“ gewählt.

In letzter Zeit waren wir aber eher mit dem Comic auf Reisen als zu Hause. Das ist auch der Grund dafür, dass es nun schon zwei Monate keine neuen Seiten auf www.anteater-comic.net gegeben hat. Im Mai hatte Eggy zum Beispiel die Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse im Rahmen der jährlich stattfindenden Konferenz der American Literary Association zu präsentieren, die dieses Jahr in San Francisco, der Heimatstadt von Maggie McFearsome stattgefunden hat. Das Thema der Tagungssektion war „(Independent) Publishing“ – ein Thema, dass uns beide auch als Künstlerinnen stark beschäftigt. Leider haben wir vom in San Francisco ansässigen Chronicle Books Verlag erst (gefühlt) lange nichts gehört und dann letzte Woche einen Korb erhalten. Ohne Begründung. Was macht man da? Nachfragen? Eher nicht, rät uns die Kinderbuchautorin Gudrun Likar: „Wenn sie etwas Genaueres dazuschreiben hätten wollen, hätten sie das getan. Bei vielen Absageschreiben steht explizit drin, dass sie sich dafür entschuldigen, die Absage nicht näher begründen zu können, aber aufgrund der Massen an Manuskripten die sie bekommen, sei das einfach nicht möglich.“

 

Aber wir werden am Ball bleiben. Gerade Eggy ist sehr motiviert, weil sie Gelegenheit hatte, Maggie und Arnold während ihres USA-Aufenthalts Shelby Sampson vorzustellen, neben Trina Robbins und Aline Kominsky-Crumb eine wichtige Wegbereiterinnen des Underground Comix, insbesondere des Magazins „Wimmen`s Comix“, das – mit Unterbrechungen – von bis 1972 bis 1991 in San Francisco erschien. Somit hätten wir eine weitere wichtige Ratgeberin gewonnen.

Direkt nach dem Rückflug ging es dann nach Erlangen zum Internationalen Comicsalon. Für Jacky war dies bereits die dritte Teilnahme an dem alle zwei Jahre stattfindenden Event. Den Stand haben wir uns mit Albert Mitringer geteilt. 

Die Deko haben wir täglich gemeinsam aufgefrischt, insbesondere das Gemüse, das wir verzehrt haben, ehe es zu sehr dahinwelken konnte. Jacky und Albert haben außerdem täglich die Zeichnungen im Hintergrund ergänzt. Anders als unser work in progress „Maggie McFearsome and the Giant Anteater” hat Albert für seinen Comic „Lila“ mit Luftschacht bereits einen Verlag gefunden und konnte sein fertiges Buch in Erlangen präsentieren. Andreas vom Tele-Stammtisch hat uns übrigens alle drei interviewt – und nicht nur uns. Den Podcast findet Ihr auf Youtube  – unser Beitrag startet bei 1:14:24.

 

Wir beide haben vor Ort auch die Chance ergriffen, Maggie und Arnold zwei Verlagen persönlich vorzustellen. Wie man das macht? Nun, man erkundigt sich spätestens vor Ort, wann passende Verlage „Sprechstunde“ haben und sich neue Arbeiten ansehen. Und dann geht man gut vorbereitet zum Termin. Das Prinzip ist hier first come – first serve. Es lohnt sich also, etwas vor dem offiziellen Termin beim Treffpunkt zu sein, denn viele Comicschaffende nutzen diese Gelegenheit, um mit Verlagen ins Gespräch zu kommen. Manche haben dann bereits ein selbstverlegtes Comic-Exemplar im Gepäck – andere (wie wir) führen ihre Webcomic-Seiten auf dem Tablet vor. Ausdrucke gehen natürlich auch. Aufgrund unserer thematischen Ausrichtung kamen für uns nur zwei Verlage in Betracht. Wir raten allen, die ihre Arbeiten präsentieren wollen, vorher die Verlagsprogramme genau zu studieren. Stil, Genre und Umfang des eigenen Werks sollten in dieses Programm passen – oder aber man muss sehr gute Argumente haben. Wir wähnten uns mit mittlerweile stolzen 15 Seiten im repräsentativen Bereich. Da unsere Graphic Novel aber insgesamt auf ungefähr 300 Seiten kommen wird, sah das einer unserer Wunschverlage anders. Erwartet wurden hier ca. 50 Seiten.

Nun, das würde noch etwas dauern, bis wir die beisammen hätten. Ein anderer Verlag fand den Zeichenstil nicht kompatibel mit dem eigenen Programm. Was also tun? Erstmal nachdenken, ob der Stil beibehalten werden soll und wir weitermachen wie bisher – oder aber ob die ersten 15 Seiten überarbeitet werden müssen? Brauchen/wollen wir wirklich einen Verlag – oder nehmen wir das Publizieren selbst in die Hand und ziehen Kickstarter in Betracht, zumindest für Teil 1 unserer Graphic Novel? Schwerwiegende Entscheidungen mit eventuell weitreichenden Konsequenzen. Denn einige Verlage haben wenig bis kein Interesse daran, Fortsetzungen von selbstverlegten Comics zu produzieren.

Man kann also zusammenfassen: Andauerndes Ausstellungsglück und vorläufiges Verlagspech.

Es bleibt also weiterhin spannend! Mehr hierzu beim nächsten Blogeintrag im August!

Weiterhin einen schönen Sommer wünschen Euch Eure Eggy & Jacky

Veröffentlicht von Eggy & Jacky

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