Maggie McFearsome and the giant Anteater - Chapter 18

da sind wir wieder – wir hoffen, Ihr habt uns ein – bisschen vermisst! Sommer und Herbst waren für uns beruflich recht fordernd: Jacky war viel auf Messen unterwegs, Eggy bereitete ihren Wechsel an die Kunstuniversität Linz vor.

Chapter 18: Maggie und Arnold melden sich zurück!

 

Liebe Fans von Maggie und Arnold,

 

da sind wir wieder – wir hoffen, Ihr habt uns ein – bisschen vermisst! Sommer und Herbst waren für uns beruflich recht fordernd: Jacky war viel auf Messen unterwegs, Eggy bereitete ihren Wechsel an die Kunstuniversität Linz vor. Nun neigt sich das Jahr dem Ende zu – Zeit für einen Rückblick auf unser gemeinsames Comic-Projekt rund um Maggie und Arnold! 2018 war diesbezüglich vor allem ein austellungsintensives Jahr. Wir wollten unserem Projekt zu mehr Visibilität verhelfen und waren zu diesem Zweck insgesamt an drei Gruppenausstellungen beteiligt. Maggie und Arnold hatten außerdem ihre beiden ersten Einzelausstellungen – beide in Niederösterreich, beide von Eggy in Abstimmung mit Jacky kuratiert.

Im September haben wir die Stadtgalerie raumimpuls in Waidhofen/Ybbs in eine begehbare Comicseite verwandelt . Für unsere erste Soloausstellung „Eggy & Jacky: Ein Comic(mani)fest!“ hat Jacky den Höhepunkt von Eggys Skript visualisiert: das surrealistische Konzert auf dem Seal Rock in San Francisco, bei dem Maggie und Arnold ihr erstes gemeinsames Abenteuer bestehen und in Folge als Paar zusammenfinden. (Wer das Skript nachlesen möchte, findet es auf www.anteatter-comic.net – oder in unserem zweiten Blogeintrag.

Jacky hat hierfür die wichtigsten Protagonistinnen und Protagonisten des Storyhöhepunkts als beinahe lebensgroße Kohlezeichungen umgesetzt. Das Papier stellte uns die Firma Mondi freundlicherweise zur Verfügung. Und das Kremser Fachgeschäft Juriatti hat uns mit einer Kohlespende unterstützt – an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön. (Unser Tipp an alle Nachwuchscomicschaffenden: Fragen kostet nichts!) Wir hoffen, dass wir uns in nicht allzu ferner Zukunft auch Passepartouts von Juriatti leisten können – aber dieses Mal haben wir noch selbst mit dem Passepartoutschneider hantiert und Pappe mit schwarzer Sprühfarbe behandelt, um Jackys Bleistiftzeichnungen, die Vorlagen für die Kohlearbeiten, ausstellungswürdig zu präsentieren. Ohne den großzügigen Support von Jockschi und Emil wäre das alles nicht zu schaffen gewesen. Ihr seid die Besten!

23 Figuren waren insgesamt von Jacky zu zeichnen – und wer wollte, konnte das Voranschreiten der Arbeit in Waidhofen während unseres einwöchigen Aufenthalts dort in der ersten Septemberwoche mitverfolgen. Die in der Mitte des Raumes vorhandene Trägerkonstruktion wurde zur Konzertbühne für Leadsängerin Miranda van der Meer und vier Bandmitglieder der Band Sepiolite. Die Holzplatten, die als Trägerfläche für die fünf Meerleute dienten, verdanken wir der Firma Stöckl, deren Fachleute auch den Zuschnitt der Platten besorgten. Das war uns eine große Hilfe. Auch für Maggie und Arnold als tanzendes Paar dienten Sperrholzplatten als Trägerfläche. Diese hingen an Stahlseilen – und man konnte vor Ort um sie herumgehen. Die übrigen 16 Figuren waren auf einzelnen Papierbahnen angebracht und bildeten ein hufeisenförmiges Auditorium um die Konzertbühne. Bei der Vernissage mischten sich nicht nur die Gäste unter die Comicfiguren: Die Band Brennstein, bestehend aus Martin Theodor Gut, Gabi Feuchtner und Günther Gessert, sorgte für eine Soundlandschaft, die Sepiolite alle Ehre machte. Was etwas heißen will, da sich Miranda und ihre Band auf die Darbietung von Unterwassermusik oberhalb des Meeresspiegels spezialisiert haben.

Ferner gab es in Waidhofen – außer den bereits erwähnten Originalzeichungen eine Textilinstallation und ein Video zu sehen – beides basierend auf unserem Beitrag für die NEXTCOMIC Linz 2018. Ergänzt wurde die Show durch den Cat Corner, in dem Jackys handgebundene Bücher, Leporelli und Originalzeichnungen ausgestellt waren, die auch über theragdoll.net erworben werden können. Zum Beispiel als Weihnachtsgeschenk für katzenliebende Comicfans! (Dieser dezente Hinweis stammt von Eggy.)

Wer unsere erste Einzelausstellung Waidhofen verpasst hat, muss sich nur ein Bisschen grämen. Ein Teil davon ist seit dem 11. Oktober 2018 in der Bibliotheksgalerie der Stadt Krems zu sehen. Bei der Vernissage dieser Ausstellung, für die wir den Titel „Eggy & Jacky – im Comic zu Hause“ gewählt haben, wurde mit verteilten Rollen aus Eggys Skript vorgelesen – und zwar besagte Konzertszene. Wir laden Euch schon jetzt herzlich zur Finissage am 11. Jänner 2019 ab 19 Uhr ein. Eine Lesung ist diesmal nicht geplant, dafür aber eine partizipative Performance! Außerdem könnt Ihr dort Jackys Rieskatzenleporello umwandern!

Weil bald Weihnachten ist, gibt es hier aber exklusiv für unsere treue Leserschaft einen Auszug aus der Konzertszene zum Nachlesen. Viel Vergnügen bei der Lektüre – wir sehen uns bei der Finissage!

Alles Gute für 2019 wünschen Euch

Eure Eggy & Jacky

 

 

Konzert auf dem Seal Rock

Das Einhorn, Maggie und Arnold sind hinter dem Seal Rock angelangt, wo es eine Art Plateau gibt, das an den Felsen grenzt. Es herrscht Gewusel von Kreaturen – sowohl im Wasser als auch zu Lande. Auf dem Plateau gibt es eine Schlange, in die sich Maggie und Arnold mit dem Einhorn nun einreihen. Direkt vor ihnen schäkert ein blonder Zentaur mit einer Baumnymphe herum, davor gibt es einige Seehunde. Maggie ist vom Einhorn gestiegen und schaut sich alles an.

Maggie sagt zu sich selbst: „This is the craziest and most beautiful dream I’ve ever had! I hope I won’t wake up too soon.“

 

Von hinten fällt ein Schatten auf Maggie.

 

Vlad: „But you arrre not drrreaming, dearrrr Maggie.“

 

Maggie dreht sich um – hinter ihr in der Schlange steht Halbvampir und Kinderbuchautor Vlad. Auch Arnold, noch auf dem Einhorn, dreht sich um, um zu sehen, wer Maggie da angesprochen hat. Maggie wird rot und drückt ihre linke Hand verlegen gegen ihr Brustbein und sieht nun aus wie eine verkrampfte Version der Boticelli-Venus.

Maggie: „Oh, uhh, hello Vlad!“

Maggie reicht Vlad linkisch die rechte Hand, der diese wie immer in beide seiner behandschuhten Hände nimmt und Maggie intensiv ansieht. Vlad ist wieder ganz in Schwarz im Gothic Style gekleidet – aber er trägt zum ersten Mal keine Sonnenbrille. Seine Augen sind sichtbar – und ROT! Maggie schaut etwas ängstlich. Hinter ihm steht eine unbarmherzig schöne Frau, die im selben Stil wie Vlad gekleidet ist. Sie ist größer und athletischer als Vlad, hat langes glattes schwarzes Haar und ebenfalls rote Augen.

Vlad: „It is a pleasuhrrrre to see you hearrrre, Maggie. You look vonderrrrfool tonight. Please let me intrrroduce you to Drrrrrava, my half-sister.”

Etwas unwillig lässt Vlad Maggies Hand los. Nun ergreift Drava in derselben Manier wie zuvor ihr Halbbruder Maggies Hand. Sie schaut Maggie (und Maggies Hals) zugleich belustigt und etwas lüstern an:

Drava: „So, you arrre this famous Maggie my half-brrrotherrr talks about all the time… But I hearrrd you turrrned Vlads invitation down because you had otherrr plans forrr tonight?”

Maggie, die beschlossen hat, sich nicht einschüchtern zu lassen, versucht so zu tun, als sei alles ganz normal, wobei sie immer noch ziemlich unentspannt in der Gegend steht:

Maggie: „Nice to meet you, Drava. I had no idea that Vlad would be here. My friend Arnold invited me to join him for tonight’ s concert. Please, let me introduce him to you and Vlad.“

Drava zieht eine Augengraue hoch, als ihr Arnold die Pranke reicht, die sie drückt.

Drava schaut irritiert: „I see… an anteaterrr… Nice to meet you, Arrrnold… frriend of Maggie.“

Maggie: „Arnold, this is Vlad.“

 

Vlad und Arnold mustern sich beide intensiv und nicht gerade freundlich, reichen sich dann aber doch die Hand/Pranke. Die Atmosphäre ist angespannt.

Drava lacht und man sieht ihre sehr spitzen Eckzähne – sie ist eine 100%ige Vollblut-Vampirin.

Sie sagt etwas auf Altbyzantinisch zu ihrem Halbbruder, was anscheinend nicht gerade schmeichelhaft ist. Vlad schaut sie unfreundlich an.

Vlad sagt mehr zu Maggie als zu Arnold: „Please excuse Drrrrrrava`s manners. She is not used to being among, vell, among perrrrsons who arrrrre not, well, like us…“

 

Etwas später

Maggie, Arnold und das Einhorn haben einen guten Platz gefunden. In einer kleinen Bucht im Felsen, etwas entfernt von der Seehundmeute, deren lautstarkes Geoinke aber überall zu hören ist. Hinter dem Einhorn sitzen die drei Faune, sie haben die Ellenbogen auf den Rücken des Einhorns gesetzt und sehen interessiert bei der Bastelaktion zu.

Rechts neben Maggie (also von Maggie aus links) sitzt Vlad und schaut melancholisch. Drava ist nicht zu sehen.

 

Seehund 1: „I don´t know what Miranda sees in Marcus. He doesn`t even have a fluke.“

Seehund 2: „Well, he is only half-nereid, what do you expect?”

Seehund 3: „At least he got fish scales.”

Seehund 1: „She turned down the Great Seal of California, can you imagine? And he has the biggest fluke I´ve ever seen. In a seal, I mean.”

Seehund 3: „Not too speak of his mustache…”

Seehund 1: „I hope mine will grow bigger. The lady seals like big mustaches.”

 

Maggie kichert vor sich hin.

Vlad, der selbst einen gepflegten Bart trägt, findet die Seehundunterhaltung auch erheiternd und sagt:

Vlad: “How about you, Maggie? Do you like big mustaches?”

Maggie: „Errr … I do have very sensitive skin, so I am not much into beards. But, uh, yours suits you well … I mean it looks good on you …”

Vlad streicht sich selbstzufrieden seinen Bart, der vollbepelzte Arnold hingegen schaut nun etwas unglücklich drein. Faunus, der dieser Konversation gelauscht hat, sagt auf Faunisch zu Panino:

 

Panino: „See, this is why human girls aren`t into fauns these days. Too much hair. Much less trouble with a nymph – they even date horses.”

Er nickt in Richtung der Nymphen, die mittlerweile mit den Zentauren herumknutschen.

Faunus: „But I am telling you something: I would shave for Maggie. She might be worth it.”

Maggie versteht kein Faunisch, aber Arnold und er dreht sich ziemlich bedrohlich mit gesträubtem Fell zu den Faunen um.

Silvanus: „Watch your language, Faunus.”

Maggie und Vlad (der auch kein Faunisch versteht): „What`s going on?“

Silvanus: „Nothing. Faunus is just being stupid, as always. Oh, there`s the Great Seal. Let‘s hear what he has to say.”

Inzwischen haben alle Konzertbesucher Platz genommen – zu Wasser oder zu Lande. Auf dem Plateau ist ein halbkreisförmiger Streifen Strand frei geblieben, in dessen Mitte nun ein GIGANTISCHER Seehund mit riesigem Schnurrbart zu seiner Rede anhebt. Er ist von den drei großen Seehunden begleitet, seinen Leibwächtern, denn es handelt sich um The Great Seal of California persönlich, so etwas wie den Präsidenten des Pazifiks und der Seehunde.

Die Nymphen knutschen ungerührt weiter mit den Zentauren herum. Ansonsten sind alle ganz Ohr.

The GSoC: „Honored seals, distinguished creatures of the sea and other realms. Today, we have come together on a very special occasion. This is one of Sepiolite`s rare above-water-surface concerts that make it possible for all kinds of creatures to enjoy the extraordinary music of the finest musicians in the field of Sea Music. Due to her superb technique, passed on for generations from mother to daughter, these days, Miranda van de Meer, lead singer of Sepiolite, is the only inhabitant of the Pacific who masters the art of singing Mermish not only under water but also above water surface. We are about to witness a performance, that is one of a kind. As the president of the Pacific and of the Seals of California, it is an honor to welcome Sepiolite back to their home stage before they will be touring to promote their new shellac, Daughter of Pearl. There will be no pre-group today, as Flood & Tears, the singing Sharks Sepiolite will tour with, were very peculiar about the water temperature. This is a benefit concert and all revenues will be donated for the restoration of Seal Rock. Now flap your flippers for Sepiolite!

 

Veröffentlicht von Eggy & Jacky

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