Maggie McFearsome & the Giant Anteater - Chapter 16

hoffentlich hattet auch Ihr schöne Ostertage! Vielleicht haben einige von Euch die Chance genutzt, um in der Vorosterwoche noch geschwind in Linz vorbei zu schauen, um das NEXTCOMIC Festival zu besuchen? Dort gab es dieses Jahr wieder viel zu sehen – und es hat uns sehr gefreut, dass wir gleich mit mehreren Arbeiten vor Ort vertreten waren.

Chapter 16: Maggie und Arnold beim NEXTCOMIC-Festival 2018

Liebe Fans von Maggie und Arnold,

hoffentlich hattet auch Ihr schöne Ostertage! Vielleicht haben einige von Euch die Chance genutzt, um in der Vorosterwoche noch geschwind in Linz vorbei zu schauen, um das NEXTCOMIC Festival zu besuchen? Dort gab es dieses Jahr wieder viel zu sehen – und es hat uns sehr gefreut, dass wir gleich mit mehreren Arbeiten vor Ort vertreten waren. Vielen Dank an Sibylle und Gottfried Gusenbauer für die Einladung – und an Katharina Acht für die hervorragende Betreuung vor Ort! Im Sinnesrausch im Oberösterreichischen Kulturquartier, wurde bis zum 2. April die Ausstellung „Alice verdrehte Welt“ gezeigt  – und auch die nebenan beim NEXTCOMIC-Festival gezeigten Werke waren von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ inspiriert. Für uns war „Next to Alice“ das eine wunderbare Gelegenheit, um einer größeren Öffentlichkeit die wundersame Welt von Maggie und Arnold vorzustellen. Zu diesem Zweck haben wir die ersten 12 Seiten von unserem Webcomic in A2 ausgedruckt und gerahmt präsentiert.

Um den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung das Leseleben etwas zu erleichtern, mussten wir ein wenig kreativ werden: Die Durchgangssituation in dem Raum, in dem wir gemeinsam mit der Lohnzeichnergilde Oberösterreich ausgestellt haben, machte es erforderlich, dass die Comicseitensequenz von rechts nach links aufgehängt und folglich auch gelesen werden mussten – mithin gegen die herkömmliche westlichen Leserichtung. Innerhalb der einzelnen Seiten aber waren die Bildabfolge und die einzelnen Panels, genau wie im Webcomic auch, von links nach rechts zu rezipieren. Nun hätte man die einzelnen Seiten spiegeln können, um generell auf „Manga-Leserichtung“ umzupolen, aber abgesehen vom Aufwand hätte uns das Resultat kompositorisch nicht für alle Seiten zufriedengestellt. Und so haben wir eine andere Lösung gefunden, um die Leserichtung anzuzeigen: eine „Ameisenstraße“. Jacky hat Vorlagen für Aufkleber erstellt, die sich rückstandslos von der Wand entfernen lassen – und wer der Ameisenstraße folgte, gelangte zum Ameisenbär und vor Maggies Haus.

Auch in anderer Hinsicht galt es, neue Ideen zu entwickeln: Unser ursprüngliches Vorhaben, ein Mobile in einem Schacht zu installieren, ließ sich in Linz mangels geeigneten Schachts letztendlich nicht umsetzen: Vor Ort gab es nirgends ausreichend Fallhöhe, um Maggies Sturz ins Kaninchenloch und ihre Rettung durch Arnold in Lebensgröße zu realisieren. Diese 3D-Umsetzung unseres Covers werden wir aber im September in Waidhofen an der Ybbs zeigen können. Den optimal geeigneten Schacht in der Galerie raumimpuls haben wir Euch ja bereits in Blogbeitrag 10 vorgestellt. Dennoch wollten wir auch in Linz nicht einfach nur das Cover an die Wand bringen. Generell arbeiten wir in unseren Ausstellungsprojekten bevorzugt ortsspezifisch und lassen uns auf die vorgefundenen Räumlichkeiten ein. In Linz ging es konkret darum, eine interessante Präsentationsform für die Wandnische zu arbeiten, in der unser gerahmtes Cover hing. Jacky hatte schließlich die feine Idee, einen „art tunnel“ zu bauen:

Hierfür hat sie zunächst in weiße, graue und schwarze Papierbahnen jeweils mittig ein großes, nicht deckungsgleiches Loch gerissen. Die Bahnen wurden dann mit jeweils 10 cm Abstand auf vier dünnen Metallstangen montiert und so vor dem A1 großen Cover positioniert, dass sie es wie ein mehrfaches Passepartout rahmten. Insgesamt hatte der Tunnel dann eine Tiefe von fast 50 cm – und hat seinen ganz eigenen Bildsog erzeugt. Hätten wir etwas mehr Budget gehabt, so hätten wir gerne noch weißlackierte Pressspanplatten vorgeblendet, um den Tunnel seinerseits zu rahmen. Aber wir hatten uns 150 Euro als Obergrenze gesetzt, die wir größtenteils in Stoff für unseren Web-Comic investiert haben. Web-Comic? Genau! Wie im letzten Blogeintrag angekündigt, haben wir in der recht monumentalen Größe von 25 qm Maggie und Arnold in den Zaun im Pressegang gewebt. Dieses Fence Art-Projekt bedurfte im Vorfeld der intensiven Vorbereitung: Vorbild sollte eine berühmte Alice-Illustration John Tenniels sein, bei der eine überdimensional große Alice kurz davor ist, die Fugen eines viel zu kleinen (Bild-)Raumes zu sprengen. Auf Grundlage von Eggys Abzeichnung des Zaunmusters sowie von Messungen und Fotos hat Jockschi für uns eine Anleitung geschrieben, mittels derer Jackys Zeichnungen in eine romboide Pixelgrafik transformiert werden konnten.

Sowohl Maggie als auch Arnold bestanden aus 106 vertikalen Reihen zu je 4,2 cm – und in mühevoller Heimarbeit unterstützt durch Freundeskreis und Familie haben wir dann alles penibel vorbereitet, damit man vor Ort „nur“ noch weben muss. Unser herzlicher Dank gilt Jutta, Emil, Gudrun, Alexander, Antje und Dalia. Alle haben sich Zeit genommen, um uns zu unterstützen! Für jede Reihe haben wir also genau gezählt, wie viele Streifen wir benötigen und wie lang diese sein müssen. Wir haben Stoffbahnen gerissen und dann Stoffstreifen zugeschnitten und auf Sicherheitsnadeln montiert, wobei es innerhalb mancher Reihen bis zu acht Farbwechsel zu beachten galt! Das Weben vor Ort hat dann insgesamt fast 24h in Anspruch genommen. Unser großer Dank gilt unseren Mit-Webern Emil, Albert und Thomas! Das Ergebnis unserer Web-Bemühungen ist übrigens noch auf unbestimmte Zeit zu sehen, obwohl das NEXTCOMIC-Festival offiziell am 24. März zu Ende gegangen ist: Das OK-Zentrum wollte Maggie und Arnold gerne noch etwas länger vor Ort behalten – und es sei verraten, dass die beiden gerade bei Nacht vom Ursulinenhof aus wirklich fantastisch aussehen! Aber auch nach der Demontage bleibt die Dokumentation unserer Arbeit im Netz präsent: Auf unserer Facebook-Seite Maggie&Arnold könnt Ihr Euch unseren Zeitrafferfilm ansehen – und auch unseren Vortrag anhören, den wir am 16. März im Festivalcafé gehalten haben. Die Aufzeichnung war eine spontane Idee – wir danken Christoph für die Anregung und Emil fürs Filmen. Am Ton arbeiten wir noch, versprochen! Aber für eine Handyaufnahme ist es ganz okay, vor allem ab der zweiten Hälfte.

 

 

Unsere nächsten Projekte sind nur der Comicsalon in Erlangen – und die Lancierung unseres Publikationsvorhabens bei einem Verlag. Der Chronicle Verlag nimmt – oh Schreck! – seit 2009 keine Titel im Bereich „adult fiction“ mehr auf. Wahhhh! Nun gilt es also, Maggie und Arnold als art book und als „young adult fiction“ zu vermarkten, oder doch gleich als „much, much more“? Hierüber brütet Eggy gerade intensiv, denn spätestens in einer Woche sollte die Einreichung gemacht werden… Leider haben hier erstmals unsere Kontakte versagt und wir betreten alleine Neuland.

Es bleibt also spannend!

Mehr hierzu beim nächsten Blogeintrag im Mai!

Eure Eggy & Jacky

Veröffentlicht von Karikaturmuseum Krems

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